Wir haben eine Party gefeiert – und Ihr habt zahlreich mit uns die Idee einer besseren Zukunft des Wohnens gefeiert!
Es war ein tolles Fest: Bei Apfelwein, Musik und Snacks ging es um unser erstes Projekt, die Wittelsbacherallee 89. Im wunderbaren 2:og der Dondorf-Druckerei haben wir es sehr genossen, ins Gespräch zu kommen – mit Mitgliedern, mit Interessierten und Unterstützer:innen, mit Fachfirmen, mit denen wir aktuell zusammenarbeiten und mit spontanen Gästen, die eigentlich in der Schirn unterwegs waren und den Weg zu uns bis in den zweiten Stock gefunden haben. Es tat so gut zu spüren, dass wir so viele Menschen im Rücken haben, die sich interessieren, mitmachen, Direktkredite geben oder politisch mit uns kämpfen.
Es war ein besonderer Abend, denn: wir machen das nicht alle Tage. Aber feiern ist wichtig – gerade jetzt, wo wir mit dem ersten Projekt in Arbeit versinken und es auch schwierige Momente gibt, müssen wir uns hin und wieder daran erinnern, was unsere kleine Genossenschaft schon geschafft hat.
An Programm gab es ein kleines Quiz zum Wohnen in Frankfurt. Vorher haben Bernd, Mario und Beate die DachGeno, die Planungen für die Wittelsbacherallee 89 und den Stand der Finanzierung vorgestellt. Bis zum Vorabend der Party hatten wir bereits 234.500 Euro an Nachrangdarlehen eingeworben. Ein guter Start – aber noch nicht ausreichend.
Daher ging es viel um das Thema solidarische Finanzierung. Und wir wurden gefragt, warum wir auf Nachrangdarlehen setzen. Die Finanzierung von Kauf und Sanierung der Wittelsbacherallee 89 setzt sich aus Eigenkapital, Bankkredit und Fördergeldern zusammen. Um das Eigenkapital zusammen zu bekommen, setzen wir als Genossenschaft natürlich auf Genossenschaftsanteile – aber eben nicht nur. Wir nutzen auch Nachrangdarlehen. Nachrangdarlehen sind auch unter dem Begriff Direktkredite bekannt, es handelt sich dabei um Geldbeträge, die Privatpersonen der DachGeno zur Verfügung stellen. Das ist eine gängige Finanzierungsmethode bei gemeinwohlorientierten Wohnprojekten, bspw. konnten alle Projekte nach dem Modell des Mietshäuser Syndikats auf diese Weise realisiert werden.









Bankkredite sind bei der aktuellen Zinslage sehr teuer. Genossenschaftsanteile sind ein super Instrument, allerdings wird es mit zu hohen wohnungsbezogenen Anteilen schnell zu teuer für viele Mitglieder. Kombiniert mit den anderen Finanzierungsarten sind die Nachrangdarlehen der Weg, über den wir tatsächlich bezahlbare Mieten in der Wittelsbacherallee 89 erreichen können.
Für die Darlehensgeber:innen ist ein Nachrangdarlehen an die DachGeno eine Möglichkeit der ethischen Geldanlage – das Geld wird lokal eingesetzt, es fördert nachhaltige Sanierung von Leerstand und es wirkt sozial, indem es die Schaffung bezahlbaren Wohnraums ermöglicht.
Und so funktioniert es: Du legst einen selbst gewählten Betrag (mindestens aber 1000 Euro) in der DachGeno an und erhältst dafür Zinsen. Die Zinshöhe kannst Du zwischen 0,2 und 1,4 % in Zweierschritten selbst auswählen. Du kannst auch entscheiden, ob Du das Darlehen auf ein Datum befristet oder unbefristet erteilen möchtest. Bei Interesse oder Fragen melde Dich gerne unter finanzen@dachgeno.de!
